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Archiv für April, 2009

Interview mit den Ministerpräsidenten Beck und Peter Müller

Kurt Beck und Peter Müller - Foto: Dieter J. Maier

Als herausragendes Beispiel für die erfolgreiche nationale Kooperation würdigte Ministerpräsident Kurt Beck die Schienen-Schnellverkehrsverbindung Paris-Ostfrankreich- Südwest-Deutschland (POS) die in einer ersten Stufe 2007 in Betrieb gegangen ist. Bei einer deutsch- französischen Kundgebung im Bahnhof von Metz äußerten sich die Ministerpräsidenten Kurt Beck und Peter Müller gegenüber Saar Report u.a. über die neuen wirtschaftlichen Standortbedingungen der beider Nachbarländer und über die auf Landesebene bedingten Finanzierungsmaßnahmen der neuen Schienenstrecke.

Dieter J. Maier:

Herr Ministerpräsident Müller,wie sehen Sie die wirtschaftlichen Standortbedingungen zur Zeit im Saarland?

Ministerpräsident Müller:

Die wirtschaftlichen Standortbedingungen im Saarland sind hervorragend. Hier befindet sich u.a. die deutsch- französische Handelskammer und viele französische Unternehmen haben mittlerweile ihre Standorte auch ins Saarland verlegt. Ein Drittel der französischen und fast 40% der saarländischen Investitionen in Frankreich finden in diesem bilateraler Verhältnis statt, dies ist für das Saarland ein gutes Fundament, auf dem wir weiter aufbauen werden.

Dieter J. Maier:

Sind die neuen wirtschaftlichen Maßnahmen auf Landesebene bereits finanziert?

Ministerpräsident Müller:

Teilweise sind diese Maßnahmen in den laufenden Investitionsplanungen bereits enthalten und finanziert. In zusätzlich zu erwartende Maßnahmen, insbesondere die Fahrtstrecke zwischen Saarbrücken und Mannheim unter einer Stunde zu erreichen, muss auf Landesebene noch einiges an Finanzierungsmaßnahmen angegangen werden, aber wir hoffen, dies so gut wie möglich zu verwirklichen. Die zu erwartenden Ausgabeträge werden werden, so weit mir bekannt ist, etwa in einem zweistelligen Millionenbetrag liegen.

Dieter J. Maier:

Ist das Saarland verkehrspolitisch zu sehr „abgehängt“?

Ministerpräsident Müller:

Das Saarland ist verkehrspolitisch in keinster Weise „abgehängt“, sondern mitten im europäischen Schienenschnellverkehrsverbund. Jetzt besteht die Aufgabe der Landesregierung darin, eine Schienenstrecke zu schaffen, die nicht nur wettbewerbsfähig ist, sondern auch die gleichen Verkehrsbedingungen erfüllt wie die Schienenstrecke über Straßburg. Hier muss auch der Bund entsprechende Finanzierungsmaßnahmen mit der Deutschen Bundesbahn treffen. Wir haben auf Landesebene gute Verkehrsbedingungen für den Ausbau dieser Strecke erreicht und wir werden weiter auch mit Rheinland-Pfalz diesbezüglich in einer guten gemeinsamen Zusammenarbeit stehen. Ich bin fest davon überzeugt, dass auch diese Veranstaltung heute hier in Metz mit dazu beitragen wird, das verkehrspolitische deutsch-französische Wirtschaftsverhältnis weiter zu verbessern und ich denke, auch dass die saarländischen Anliegen diesbezüglich weiter in Paris Gehör finden. Wir feiern in diesem Jahr den Tag der Deutschen Einheit in Saarbrücken und erwarten zu diesem feierlichen Anlass den französischen Staatspräsidenten. Dies wird auch eine weitere Gelegenheit sein, das deutsch-französische Verhältnis weiter zu verbessern.

Dieter J. Maier:

Herr Ministerpräsident Beck, was ist aus Ihrer Sicht für das deutsch-französische Verhältnis politisch gesehen zur Zeit besonders wichtig?

Ministerpräsident Beck:

Es ist wichtig, das deutsch-französische Wirtschaftsverhältnis, auch im Schienenverkehr, weiter zu verbessern und ich halte diese Veranstaltung heute für eine gute Gelegenheit, die wirtschaftlichen Beziehungen unserer beiden Nachbarländer weiter auszubauen. Hierbei muss auch erwähnt werden, dass in den vergangenen zwanzig Jahren politisch und wirtschaftlich viel geschehen ist. Deutschland und Frankreich sind eine lange Wegstrecke miteinander gegangen und haben gemeinsam vieles erreicht, aber wir haben auch noch viele unerfüllte Aufgaben vor uns.
Dieter J. Maier:

Was heißt das konkret für das deutsch-französische Wirtschaftsverhältnis?
Ministerpräsident Beck:

Jetzt heisst es v.a. die vorhandenen Kräfte zu bündeln und neu auf das angestrebte Ziel zuzugehen. Es geht hierbei insbesondere darum, dass wir die technischen Herausforderungen annehmen und alle Schwierigkeiten, die sich uns in den Weg stellen, gemeinsam lösen. Mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln müssen wir besonders auf nationaler Ebene die vorgegebenen Aufgaben angehen. Der politische Wille hierzu ist auf beiden Seiten vorhanden und ich möchte an dieser Stelle dem ehemaligen Bundesverkehrsminister Rheinhard Klimmt ganz herzlich danken. Er hat in seiner Amtszeit vieles, wovon wir heute profitieren, schon auf den Weg gebracht. Es geht für uns nun hauptsächlich darum, dass wir uns auf Bundesebene dafür einsetzen und die notwendigen, finanziellen Mittel erhalten, um dieses Projekt weiter voranzubringen. Ich bin sicher, dass die Durchsetzung der Finanzierung manchen Kampf mit sich bringen wird, aber wir sind fest entschlossen, diese Herausforderung weiter anzunehmen und zu einem guten Abschluss zu bringen.

Quelle:
Dieter J. Maier

Bob Dylan Konzert in der Saarlandhalle

Er rockt noch immer. Energiegeladen startete der Rocker aus Duluth, Minnesota, am vergangenen Sonntag in alter Bob Dylan-Manier das von seinen Fans sehnsüchtig erwartete Saarlandkonzert in Saarbrücken. Mit viel Gitarre und rauer Stimme begann der zwischen Paris und München eingeschwebte Weltstar in der ausverkauften Saarlandhalle das letzte in Deutschland stattfindende Konzert seiner „Never ending Tour 2009“, wobei für viele der über 5000 Konzertbesucher in Saarbrücken das stimmliche Genuschel Dylans zuerst eine sichtliche Entäuschung war. Eines vorweg: Natürlich ist es Geschmackssache, ob man die eigenwillige Stimme von Bob Dylan mag oder ob man sich gleich beim ersten Ton abwendet.

Trotzdem führt kein Weg daran vorbei, dass man ihn auch dann noch als einen der wichtigsten Rockkünstler der letzten Jahrzehnte betrachten muss, dessen Stil bis heute ganze Generationen von Rock- und Popmusikern nachhaltig geprägt hat. Die Zeichen sind unverkennbar – Dylan ist der wohl wichtigste, einflussreichste und meistdiskutierte Künstler der letzten fünfzig Jahre. Anders als bei vielen seiner Nachahmer hat sich Bob Dylan nie vereinahmen lassen und ist stattdessen lieber manchen Irrweg gegangen, als sich in einen Strudel aus unkontrolllierbarer Geldanhäufung und gnadenloser Produktvermarktung einzulassen. Wie sehr sich die 68er Generation auch an ihm rieb, Dylan blieb über all die Jahrzehnte sich und seinem eigenwilligen Musikstil treu, obwohl seine weltweiten, als auch seine saarländischen Fans, auf seiner Tournee 2009 bisher nur musikalisch total neuinterpretierte Versionen seiner Welthits zu hören bekamen, die von ihm selbst noch fast bis zur Unkenntlichkeit verfremdet wurden. Doch die zeitlose Faszination seiner Konzerte lässt sich auch von seinen schärfsten Kritikern nicht leugnen, fräsen sich seine Ohrwürmer wie „Blowing in the wind“ doch unwiderruflich in jedes Gedächtnis ein.

Dylan begann seine Karriere Ende der 50er Jahre als Folkmusiker, wandte sich aber Mitte der 60er Jahre der Rockmusik zu. Neben seiner unnachahmlichen Musik sind auch seine Texte, die unter anderem für den Nobelpreis vorgeschlagen wurden, von musikalisch-eindringlicher Selbsthingabe. Die zu Beginn seines Schaffens von den Inhalten der Folkbewegung, aber auch von der Bibel beeinflussten Rockbaladen, faszinieren immer noch Millionen seiner Fans. Sein Leben, das von zahlreichen Brüchen und Wendungen durchzogen ist, blieb trotz einiger Krisen musikalisch immer konstant und geradlinig, ebenso ist seine Musik für ihn über die Jahre hinweg stets eine Quelle der persönlichen Inspirierung gewesen. Von seinen Eltern wurde sein musikalisches Talent gefördert und unter Anleitung seines Cousins lernte er zunächst Klavier spielen, bevor er zu akustischen und auch elektrischen Gitarren wechselte. Dylan spielte in dieser Zeit häufig Blues-Standarts nach, die er im Radio hörte. Besonders beeindruckte ihn die frühe Rock-Musik von Elvis Presley, was ihn zu einer eigenen Interpretation des Elvis-Songs „Blue Moon of Kentuky“ auf der Gitarre anspornte. Dieses Stück spielte Dylan noch bis 1999 mit großem Erfolg auf seinen Konzerten. Mitte der 60er Jahre begann Dylan seine bis dahin fast ausschließlich auf Soul und auf akustische Gitarre gespielte Musik elektrisch zu verstärken und sich dabei von seiner Band begleiten zu lassen. Dylan wurde dadurch zum Rockstar, der im Laufe seiner Karriere Millionen von Tonträgern verkaufte, ohne sich dabei sowohl musikalisch als auch politisch selbst in Frage stellen zu müssen.

Er begann jedoch zunehmend selbst unter dem Druck seines eigenen Erfolgs zu leiden, gerade weil viele seiner Fans damals ihm die Hinwendung zur Rockmusik übel nahmen und geradezu feindselig auf ihn reagierten. Der Begriff von der „Never ending Tour“ wurde in dieser Zeit von einem Kritiker geprägt. Sie begann im Jahre 1988 und läuft seitdem immer noch mit großem Erfolg. Bob Dylan ist heute 67 Jahre alt und längst eine lebende Legende der amerikanischen Popmusik, der wie kaum ein anderer zuvor die Aufbruchstimmung einer ganzen Generation verkörpert, die es in den USA zuvor nur im Zuge der Kennedy-Ära und den folgenden Anti-Vietnam-Protestdemonstrationen gegeben hat und deren Wirkung auch durch Bob Dylan bis heute anhält.

Die Redaktion Saar Report dankt Prof. Leonardy und seinem Team der Musikfestspiele Saar für die freundliche Unterstützung.

Quelle:
Dieter J. Maier

Foto: Henryk Kotowski  some rights reserved

Verleihung des Steiger Award in Bochum – Interviews mit Veronika Ferres, Bob Geldof, Davis Frost, Maximilian Schell und Roman Herzog

steiger-award-01Am Samstag, 28. März 2009 wurden in der Bochumer Jahrhunderthalle zum fünften Mal die Steiger Awards verliehen.
Preisträger in diesem Jahr sind Veronica Ferres (Film), Dieter Hallervorden (Entertainment), Sir David Frost (Entertainment), Sir Bob Geldof (Musik), Staatspräsident a.D. Prof. Aleksander Kwasinewski und Premierminister a.D. Prof. Romano Prodi (Europa), Bundespräsident a.D. Prof. Dr. Roman Herzog (Toleranz), I.K.H. Großherzogin Maria Teresa von Luxemburg (Charity), Prof. Dr. Klaus Steilmann (Sport), Gottfried Helnwein (Kunst) und Oscar-Preisträger Maximilian Schell (Lebenswerk).
Diese Auszeichnung, entstanden aus Privatinitiative und dem Wunsch der kulturellen und gesellschaftlichen Förderung der Rhein-Ruhr-Region, wird alljährlich an Persönlichkeiten verliehen, die sich besonders in den Bereichen Musik, Sport, Medien, Umwelt, Film, sowie in Fragen des Europäischen Zusammenwachsens und des humanitären Engagements verdient gemacht haben.

steiger-award-02Der Preis lehnt sich an die Tradition des Reviers: Der Steiger ist ein Zeichen für den Bergbau und steht als Synonym für die Geradlinigkeit und Offenheit der Bergleute. Zudem ist er ein Symbol für Verlässlichkeit, Treue und das Miteinander in guten und schlechten Tagen. Zu den bisherigen Preisträgern gehören die Friedensnobelpreisträger Shimon Peres und Mohamed El-Baradei, Staatspräsident Hamid Karzei, Bundesaußenminister a.D. Hans Dietrich Genscher, Iris Berben, Franz Beckenbauer, Josè Carreras, Sabine Christiansen, Peter Maffay, Tokio Hotel, die frühere persische Kaiserin Farah Diba-Pahlavi, der Journalist Dr. Franz Alt, UNEP — Generaldirektor Achim Steiner, Wolfgang Niedecken, Prof. Peter Scholl-Latour, der Musiker Robin Gibb von den BEE GEES, der frühere WDR-Intendant Friedrich Nowottny, die Schauspieler Pierre Brice, Manfred Krug, Friedrich von Thun und Joachim Fuchsberger, US5, Prof. Heinz Sielmann, Boris Becker und der luxemburgische Premierminister Dr. Jean-Claude Juncker.
Zu den Laudatoren zählten in diesem Jahr Ministerpräsident Christian Wulff, der Vorsitzende der FDP Dr. Guido Westerwelle, Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, die TV Journalisten Sabine Christiansen und Gero von Boehm, Dr. Wolfgang Gerhardt, Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert, sowie die frühere Bundestags-Vizepräsidentin Dr. Anjte Vollmer.

Die Veranstaltung wurde durch Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers und Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz eröffnet. Das Showprogramm gestaltet u.a. das Ensemble des Musicals Starlight Express sowie die sizilianische Künstlerin Etta Scollo, die in ihrer Heimat längst Superstar-Status genießt. Durch das Programm führte der beliebte ZDF – Moderator Cherno Jobatey.

Im Anschluss gaben Veronika Ferres, Bob Geldof, David Frost, Maximilian Schell und Roman Herzog gegenüber Saar Report ein exklusives Interview.

Dieter J. Maier:

Frau Ferres, was bedeutet es Ihnen heute Abend mit dem Steiger Award Preis ausgezeichnet worden zu sein?

Veronika Ferres:

Ich fühle mich sehr geehrt, dass mir hier in der Jahrhundert Halle in Bochum der Steiger Award Preis verliehen wurde. Die Laudatio des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wurf an mich hat mich sehr ergriffen, weil seine Worte, die er an mich richtete, nicht nur schön, sondern auch sehr poetisch waren. Dieser Preis ist etwas ganz besonderes für mich, v.a. wenn ich bedenke, in welche Fußstapfen ich mit dieser Auszeichnung trete. Vor mir nahmen schon Jose Carreras, Fara Diba, Peter Scholl-Latour, Udo Jürgens, Hans-Dietrich Genscher u.v.a. diesen Preis in Empfang, von daher ist es eine ganz besondere Ehre, mit zu diesen Preisträgern zu gehören.

Dieter J. Maier:

Sie sind heute Abend zur Preisvereihung nach Bochum angereist. Besuchen Sie auch häufiger Ihre Heimatstadt Solingen?

Veronika Ferres:

steiger-award-03Natürlich, Solingen liegt nicht weit von Bochum entfernt und wenn es meine Zeit erlaubt, komme ich immer wieder gerne dorthin zu Besuch. Ich stamme aus einem sehr bodenständigen Elternhaus. Mein Vater und meine Mutter waren Kohlen- und Kartoffelhändler und ich erinnere mich noch sehr gerne an meine Kindheit zurück, als ich zwischen Kartoffelbergen und Eierkohlenbriketts auf dem Hof meiner Eltern spielen durfte. Ebenso denke ich an die Fahrten mit meinem Vater zum Solinger Wochenmarkt, um dort die Kartoffelernten zum Verkauf anzubieten. Dies hat mich bis heute sehr geprägt und beleitet mich ein Leben lang.

Dieter J. Maier:

Was ist Ihnen in Ihrem Leben besonders wichtig?

Veronika Ferres:

Die Neugier auf die Menschen und das Leben. Ich habe mir dabei bildlich gesprochen schon oft Schrammen zugezogen, aber trotzdem bin ich den Menschen gegenüber immer offen und ehrlich geblieben. Natürlich muss man im Leben immer mit Enttäuschungen rechnen, aber ich habe mich nie in Zynismus oder Selbstmitleid vergraben, denn dazu ist mir das Leben zu wertvoll. Ich lebe mein Leben mit allen Sinnen und gerade deshalb lasse mir meine Lebensfreude von niemandem -auch von mir selbst- nicht nehmen.

Dieter J. Maier:

Wussten sie schon früh, dass Sie Schauspielerin werden wollten?

Veronika Ferres:

Ja, das habe ich schon sehr früh für mich entschieden. Ich studierte Germanistik und Theaterwissenschaften an der Ludwig-Maximilian Universität in München. Bevor mir jedoch Rollen in Kinofilmen angeboten wurden, war ich hauptsächlich in TV-Filmen und Serien zu sehen, aber ich hatte auch schon vorher viele Theater-Engagements. Ich kann persönlich zwischen meinem Leben und meiner beruflichen Arbeit bis heute keine absolute Grenze ziehen, weil mich beides sehr beeinflusst. Früher konnte ich mich von einer Rolle in die andere stürzen. Heute brauche ich für jeden Drehtag einen Tag für mich selbst, um mich intensiv auf meine jeweilige Film- oder Fernsehrolle vorbereiten zu können. Die Film- und Kostümproben und das Textelernen kosten schon viel Kraft und Energie. Daher habe ich gelernt, meine Zeit einzuteilen und mich sehr genau auf meine Rollen einzulassen.

Dieter J. Maier:

Aus welchem Grund engagieren Sie sich privat in vielen Hilfsorganisationen?

Veronika Ferres:

Ich wurde in meiner Hauptrolle in der TV-Produktion „Sterne leuchten auch am Tag“ mit der unheilbaren Krankheit ALS konfrontiert. Die Beschäftigung mit diesem Thema brachte mich dazu, mich sehr stark für die Bekämpfung dieser Krankheit einzusetzen. Seit April 2002 fungiere ich zudem als Schirmherrin in dem von meinem Mann Martin J. Krug gegründeten Verein „Power-Child“. Dieser Verein setzt sich sehr unter dem Motto “ Kinder stark machen“ für Prävention gegen sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen ein und hat seit seiner Gründung schon über 3,5 Mio Kinder, Jugendliche und Erwachsene erreicht. Seit 2008 engagiere ich mich auch zusammen mit dem Projekt „Power Child“ in Südafrika, wo wir auch große Erfolge verzeichnen konnten.

Dieter J. Maier:

Sir Geldof, Sie wurden heute Abend für Ihr internationales soziales Engagement ausgezeichnet. In welcher Form setzen Sie sich seit Anfang der 80er Jahre für die sozialen Belange der Dritten Welt ein?

Bob Geldof:

steiger-award-04Seit Mitte der 90er Jahre setze ich mich zusammen mit Bono von U2 für den Schuldenerlass der Dritten Welt ein, besonders in Afrika, den der Rest der Welt zu vergessen scheint. 2005 standen meine Live Aid Konzerte im Zentrum meiner Aktivitäten, weil sie auf die großen Probleme der afrikanischen Entwicklungsländer aufmerksam machen und die dort nötige Entwicklungshilfe wieder in den Fokus der internationalen Politik rücken sollten.

Dieter J. Maier:

Sir Frost, was war in Ihrem Leben und Ihrer Karriere aus Ihrer Sicht der Schlüssel Ihres Erfolges?

Sir David Frost:

Ich habe im Laufe meiner Karriere schon so unterschiedliche Dinge gemacht, dass meine Interviews schon fast zu meinem Markenzeichen, wie meine roten Socken, geworden sind. Abgesehen von den ihrem großen Erfolg bei den Zuschauern in den USA wurden diese Interviews auch von fast jeder Fersehnation der Welt gesehen. Im Jahr 2000 feierte der Fersehsender BBC einen ganzen Abend lang „40 Jahre David Frost“, was mich nicht nur sehr gerührt und gefreut hat, sondern mich auch anspornt, noch viele weitere Jahre journalistisch tätig zu sein.

Dieter J. Maier:

Herr Schell, Sie sind nicht nur ein internationaler Schauspieler und Oskar-Preisträger, sondern betätigen sich auch seit langem als Regisseur und Film-Produzent…

Maximilian Schell:

steiger-award-05Ja, das ist richtig. Seit Ende der 60er Jahre begann ich neben der Schauspielerei auch als Produzent und Regisseur hinter der Kamera zu agieren. Bereits mein Erstlingswerk „Erste Liebe“ von 1970 wurde ein großer Erfolg, was mich in meiner Regie- und Produktionsarbeit weiter ermutigte. Neben der vielbeachteten Dokumentation über Marlene Dietrich aus dem Jahr 1984 war mir die Filmproduktion über meine Schwester Maria Schell 2002 ein besonderes Anliegen, auch weil Maria schon zu Beginn der Dreharbeiten seit längerer Zeit an Demenz litt.

Dieter J. Maier:

Herr Herzog, wie hat Ihnen der heutige Abend der Preisverleihung gefallen?

Roman Herzog:

Ich finde es heute hier einfach großartig. Die Preisverleihung der Steiger Awards ist zu einem glanzvollen Abend geworden, der nicht nur viel politischer als in den vergangenen Jahren war, sondern auch bunt und sehr unterhaltsam. Ich finde es außerdem wichtig, dass bei der Preisverleihung insbesondere die Charakterzüge wie Geradlinigkeit, Offenheit sowie Menschlichkeit und soziales Engagement gewürdigt werden.

Quelle:

Dieter J. Maier und Hellen Medien Projekte GmbH

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Fotos: Dieter J. Maier