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Archiv für Oktober, 2011

Preisverleihung – „Pfälzer Löwe des Bezirksverband Pfalz“ für Alt-Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl

31. Oktober 2011 Kommentare ausgeschaltet

staatsbesuch-kroatia-032In einer Feierstunde  zur Auszeichnung des früheren Bundeskanzlers Dr. Helmut Kohl mit dem „„Pfälzer Löwen“ “ würdigte am vergangenen Samstag der Bezirksverband Rheinland-Pfalz  die Verdienste des 81-jährigen Politikers aus Ludwigshafen-Oggersheim um sein politisches Wirken als rheinland-pfälzischer Ministerpräsident (1969-1976) und deutscher Bundeskanzler (1982-1998).

Der pfälzische Kommunalverband begründete die Verleihung der Auszeichnung mit Kohls Lebensleistungen sowohl für das Gemeinwohl als auch für seine rheinland-pfälzische Heimat. Der Vorsitzende des Bezirkstages Pfalz, Theo Wieder (CDU)  hob hierbei besonders Kohls Heimatverbundenheit hervor, die er auch über die Grenzen Deutschlands stets vertrat. Beispielsweise weil er mit zahlreichen Staatsgästen den Speyerer Dom oder das Hambacher Schloss besucht hatte.

helmiu-kohl-195Auch Ministerpräsident Kurt Beck betonte in seiner Festansprache Kohls vielfältiges Wirken, insbesondere auch für das Land Rheinland-Pfalz und für die Pfalz selbst. „In den langen Jahren Ihrer bundespolitischen Karriere sind Sie immer mit Leib und Seele Pfälzer geblieben, haben aus Ihrer Heimat Kraft geschöpft, Sie haben die Pfalz in der Welt bekannt gemacht! Deshalb ist die heutige Auszeichnung mit dem Pfälzer Löwen in hohem Maße berechtigt. Sie haben in Ihrer Amtszeit hohe und höchste Staatsgäste aus aller Welt in unsere herrliche Heimat gebracht und für die Pfalz begeistert“, so Kurt Beck weiter. Er erinnerte daran, dass Kohl auf diese Art ein „Pfälzer Restaurant nur 20 Minuten von seinem Wohnsitz entfernt“ zu einer „kulinarischen Außenstelle der Diplomatie“ gemacht habe.

Der Ministerpräsident erwähnte auch Helmut Kohls großes Engagement für den Dom zu Speyer: „Es ist eine Herzensangelegenheit von Ihnen, sich für das 30-jährige Weltkulturerbe, den 950 Jahre alten Speyerer Kaiser- und Mariendom, einzusetzen.“ Der Speyerer Dom sei nicht nur ein herausragendes Gotteshaus, sondern auch Zeuge einer bewegten Geschichte. „Der Dom macht uns bewusst: Es kommt darauf an, aus unserer Geschichte zu lernen und eine besondere Verpflichtung für ein gemeinsames Europa zu spüren“.

Der Altkanzler selbst sprach sich bei der Preisverleihung vor rund 200 geladenen Gästen, ausdrücklich für eine weitere europäische Integration aus: “ Ich bin optimistisch, dass die aktuelle Krise im Euro-Raum überwunden wird. Unsere Heimat Europa ist eine Europa der Versöhnung, ein Europa mit Frieden und Freiheit. Hierzu gibt es keine Alternative“.

helmiu-kohl-206Gerade für seinen entscheidend gestalteten Prozess  um die Deutschen Wiedervereinigung 1989/1990 gilt   Helmut Kohl bis heute als “ Vater der Wiedervereinigung“. Umstritten blieb er allerdings wegen der CDU-Spendenaffaire  durch die er 2000 den Ehrenvorsitz seiner Partei verlor. Heute  engagiert sich der Alt-Bundeskanzler vor allem für die Aufarbeitung der SED-Diktatur. 1996 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Bürgerbüros -Berlin, eines Vereins zur Aufarbeitung von Folgeschäden der SED-Diktatur, an dessen Gründung u.a. Persönlichkeiten wie Ignatz Bubis beteiligt waren.

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Dieter J. Maier


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Saar Report dankt dem Bezirksverbandes Pfalz für die freundliche Unterstützung

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Preisverleihung – „Goldener Löwe des Berzirksverbandes Rheinland -Pfalz“ für Alt-Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl

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Klaus Wowereit – Wahlkampfunterstützung für Charlotte Britz in Saarbrücken

landespolitik-024Kurz vor Beginn der Koalitionsverhandlungen mit der CDU ist Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit nach Saarbrücken gereist, um Oberbürgermeisterin Charlotte Britz im Wahlkampf zu unterstützen. Der in der breiten Öffentlichkeit als lockeren Repräsentanten der weltoffenen Bundeshauptstadt bekannte SPD-Politiker, wurde gerade in letzter Zeit oft als zu lustlos,uninspiriert und herablassend in seinen Amtsgeschäften kritisiert. In einem Interview stellte sich Klaus Wowereit nach seiner Wahlkampfrede für  Charlotte Britz, den Fragen von Saar Report.

Dieter J. Maier:

Aus welchen Gründen engagieren Sie sich als einer der populärsten SPD-Politiker für Oberbürgermeisterin Charlotte Britz  und ihren Wahlkampf in Saarbrücken?

Klaus Wowereit:

Ich schätze Charlotte Britz  als eine fähige Politikerin und aus diesem Grund habe ich auch ihre Einladung zum Wahlkampf in Saarbrücken gerne angenommen. Ich fand es von ihr wunderbar, dass sie mich schon bei meinem letzten Besuch als „unser regierender Oberbürgermeister“ begrüßte. Meiner Meinung nach ist das auch richtig, denn Berlin ist nicht nur die Hauptstadt der Berliner, sondern auch aller Bürgerinnen und Bürger des Saarlandes und der gesamten Bundesrepublik. Im Saarbrücken gibt es allerdings zur Zeit einen wichtigen Termin und das ist die anstehende Oberbürgermeisterwahl, bei der hoffentlich Charlotte Britz als zukunftsfähige Kanidatin wiedergewählt wird. Ich bin fest davon überzeugt, dass gerade jetzt die Wählerinnen und Wähler die Möglichkeit haben, die Zukunft unseres Landes und ihrer Stadt zu entscheiden. Wer allerdings behauptet, dass alles bildlich gesprochen „eine Soße“ ist, was man wählt, dem kann ich nur entschieden widersprechen. Man kann und soll sich vorher gewissenhaft über die einzelnen Parteien informieren und dann erst seine Stimme abgeben.

Dieter J. Maier:

Hat sich die Saar-SPD in der jüngsten Vergangenheit mit ihrem parteipolitischen Programm nicht auch selbst in Frage gestellt ?

Klaus Wowereit:

Die SPD im Saarland ist  sicher nicht auf Ratschläge von Außen angewiesen, sondern sie kämpft selbst darum, wieder die stärkste Kraft im Saarland  zu werden. Die SPD hat in den vergangenen Jahren deutlich gemacht, dass sie für eine Politik der sozialen Gerechtigkeit steht und, um diese Grundsätze auch umsetzen zu können, ist es notwendig, dass die SPD  auch in Saarbrücken weiterhin eine deutlich starke politische Zustimmung erhält. Die rot-rote Regierung hat z.B. in Deutschland insgesamt in den vergangenen fünf Jahren 860 Millionen Euro mehr für Bildung ausgegeben und die Situation an den Schulen, auch die bauliche, hat sich deutlich verbessert. Aber es gibt natürlich immer noch Investitionsbedarf. Bildung wird auch in der nächsten Wahlperiode deshalb einer der roten Schwerpunkte bleiben.

Dieter J. Maier:

Hat aus Ihrer Sicht in Berlin die rot-rote Koalition in den vergangenen Jahren gut zusammengearbeitet?

Klaus Wowereit:

Koalitionen sind Bündnisse auf Zeit. Auch vor der vergangenen Wahl hatten wir uns offen gelassen, ob wir mit den Grünen koalieren oder wieder mit der Linkspartei. Wir haben tatsächlich gut mit der Linkspartei zusammen gearbeitet, deshalb kann ich mir eine Fortsetzung auch vorstellen. Aber selbstverständlich ist programmatisch auch Rot-Grün denkbar – immer unter der Voraussetzung, dass man sich bei wichtigen Fragen auch einig wird.

Dieter J. Maier:

Wie sehen Sie generell die unterschiedlichen  Wahlkampfprogramme der einzelnen Parteien in Deutschland und gibt es für Sie auf Grund der neuen Wahlprogramm-Inhalte Ihrer Partei  eine positive Trendwende für die nächsten Wahlen ?

Klaus Wowereit:

Ich glaube persönlich, dass es erhebliche Unterschiede in den einzelnen Wahlkampfprogrammen der aufgestellten Parteien gibt und man ist durchaus selbst mit verantwortlich, welche Landes- oder Bundesregierung am Ende unser Land regieren wird. Die politische Arbeit von Charlotte Britz steht für eine solidarische Regierungsform, in der keiner am Rande stehen bleibt. Das Thema soziale Gerechtigkeit ist kein sozialpolitisches Thema, sondern ein Maßstab, der sich wie ein roter Faden durch die Programmatik des SPD-Regierungsprogramms  zieht. Technologie und Toleranz sind wichtige Voraussetzungen für eine wirtschaftliche Erneuerung im Saarland und in der gesamten Bundesrepublik. Dieses Thema geht uns alle an, denn Wahlkampf und Politik von heute wird nicht mehr so gehandhabt, wie vor der großen, internationalen Weltwirtschaftskrise. Ich glaube, dass die Auswirkungen, besonders der Staatsverschuldung in Griechenland, heute bei den meisten Menschen nicht wirklich angekommen sind, obwohl keiner  heute sagen kann, wie es schon in einem Jahr auch bei uns aussehen wird und ob wir es uns überhaupt leisten können, diese Krise als temporär abzustempeln. Ich bin diesbezüglich der festen Überzeugung, wenn diese Krise eine Chance für unsere Zukunft sein soll, dann müssen handfeste Veränderungen auch in unserem Land eintreten, die die Zukunft unseres Landes zu Folge haben wird.

Dieter J.Maier:

Herr Wowereit, vielen Dank für das Gespräch.

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Dieter J. Maier

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Klaus Wowereit-Wahlkampfunterstützung für Charlotte Britz in Saarbrücken

Podiumsgespräch mit Bundespräsident Wulff und Richard von Weizäcker in Bonn

4. Oktober 2011 Kommentare ausgeschaltet

Nach einem Auftakt mit viel Sonne wurden gestern in Bonn die Feiern zur Dpodiumsgesprach-mit-bundesprasident-wulff-und-richard-von-weizac-018eutschen Einheit und zum Nordrhein-Westfalen-Tag fortgesetzt, an denen auch Bundespräsident Christian Wulff und seine Frau Bettina teilnahmen. Gemeinsam mit den Vertretern der Verfassungsorgane besuchten sie einen ökumenischen Gottesdienst in der Kreuzkirche. Anschließend fand der offizielle Festakt im World Conference Center statt, bei dem der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, die Festansprache hielt.

Einer der Höhepunkte der groß ausgerichteten Feierlichkeiten, war die Eröffnung des Kinderfestes im Park der Villa Hammerschmidt durch Bundespräsident Wulff. Anlass des zweitägigen Kinder- und Familienfestes im Bonner Amtssitz des Bundespräsidenten waren der Weltkindertag und der Tag der Deutschen Einheit, an dem auch Alt-Bundespräsident Richard von Weizäcker teilnahm. Gemeinsam mit Bundespräsident Wulff stellte er sich in einem anschließenden Podiumsgespräch den zahlreichen Fragen der Kinder, wobei sich Christian Wulff bei Richard von Weizäcker diesmal in Rolle des Interviewers begab.

podiumsgesprach-mit-bundesprasident-wulff-und-richard-von-weizac-025Auf die Frage, ob Politik denn in Bonn mit seinen kurzen Wegen anders gewesen sei, antwortete von Weizäcker gelassen: “ Man hat sich öfters mal am Rhein getroffen. Und da sind wir so lange rauf und runter gelaufen, bis wir uns einig waren. Sowas hat in Bonn immer gut funktioniert. “Doch auch wenn vieles in Berlin vielleicht nicht so „warmherzig“ sei wie in Bonn, so stehe ich nachwievor zu der historischen Wahl, Berlin zur Hauptstadt zu machen“, so Weizäcker wörtlich. Mit  ein wenig Bedauern bekannte Wulff abschließend, er könne sich auch noch gut daran erinnern, wie selbstverständlich man früher „alle politischen Koryphäen“ im Bonner Regierungsviertel angetroffen habe, und es klang ein wenig Bedauern darin, dass dies in Berlin momentan nicht so möglich ist. „Da mussten sich die Politiker dem Bürger auf der Straße stellen. Nirgends ist es so entspannt wie in Bonn.“

bundesprasident-wulff-3-010Bereits am Morgen des 2. Oktobers hatte Bundespräsident Christian Wulff zusammen mit seiner Frau Bettina das Kinder- und Familienfest eröffnet. Zu den vielen jungen Gästen sagte Bundespräsident Wulff: „Ich freue mich, dass wir diesen schönen Park heute gemeinsam genießen können. Heute ist Euer Tag. Euch gehört die Zukunft und Ihr seid die Zukunft unseres Landes.“ Bei einem anschließenden Rundgang informierten sich der Bundespräsident und seine Frau über zahlreiche sportliche, spielerische und musikalische Aktivitäten für Kinder und Familien. Dabei standen unter anderem ein Besuch bei den „Miniköchen Europas“, der „Familiade“ des Deutschen Olympischen Sportbundes, der integrativen Band Just Fun und ein Interview mit Kinderreportern auf dem Programm. Den Abschluss des ersten Tages bildete ein großes Taschenlampenkonzert der Musikgruppe Rumpelstil.

An den Festtagen hatten die Besucherinnen und Besucher zusätzlich zum Programm im Park die Möglichkeit, die Räume der Villa Hammerschmidt zu besichtigen. An beiden Tagen wurden Rundgänge angeboten.

Quelle, Film-und Fotoaufnahmen:

Dieter J. Maier

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Podiumsdiskusion mit Bundespräsident Wulff und Richard von Weizäcker