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Archiv für Januar, 2013

Max Ophüls Festival 2013 mit Stargast Heiner Lauterbach

23. Januar 2013 Kommentare ausgeschaltet

kheiner-lauterbach-005Mit dem starbesetzte Debütfilm “ Ein schmaler Grad“ brillierte gestern der erst  29-Jahre alte Münchner Regisseur und Drehbuchautor Daniel Harrich ist in der Kategorie „Abendfüllender Spielfilm“ beim Filmfestival Max Ophüls 2013 in Saarbrücken. Der von Harrich inszenierte Psychothriller portaitiert in spannenden und zum Teil höchst beklemmenden Szenen die Lebensgeschichte eines inhaftierten Serienmörder (Heiner Lauterbach), dessen Motive eine Journalistin (Felicitas Woll) erforschen will.

Johannes Heintz hat sieben Morde an Frauen gestanden. Der ihn vernehmende Kommissar Wolfmann glaubt jedoch an weitere Gewalttaten. Als die Journalistin Dana Herrendobler um ein Gespräch mit Heintz bittet, wittert er seine Chance auf neue Erkenntnisse. Doch in den Gesprächsrunden im Gefängnis ist sie ersteinmal hoffnunglos der Selbstinszenierung des Mörders unterlegen, der mit  eingefrorenen Mienenspiel die Situation schrittweise für sich gewinnen will, dessen Fassadenaufbau aus gutem Benehmen im Laufe des Films allerdings langsam zerfällt.

Heiner Lauterbach, Hauptdarsteller und Stargast des Abends zeigte sich im anschließenden Interview nach der Filmpremiere beeindruckt von der professionelle Arbeit des Jungregisseurs Daniel Harrich: “ Es freut mich, dass ich nach „Ein schmaler Grat“ bereits das zweite Mal mir Daniel zusammenarbeiten durfte. Ich bin begeistert, wenn die fabelhafte Arbeit von Harrich durch den Max Ophüls Preis gekrönt wird, denn er ist ein herausragendes Talent und beeindruckt durch seine professionelle Arbeit. Von daher war die Produktion für mich eine sehr intensive und spannende Arbeit, an die ich noch lange zurückdenken werde.“

Heiner Lauterbach , einer der bekanntesten Filmschauspieler Deutschlands, glänzte bereits unzählige Male in hochkarätigen Fernsehproduktionen und brachte es auch auf den Kinoleinwänden zu großen Erfolgen. Aber auch seine Karriere begann einmal ganz marginal:  Mitte der 1970er Jahre begann Lauterbach seine Kinokarriere als Darsteller in drei Erotikfilmen der Schulmädchen-Report-Reihe. In den 1980er Jahren war er auch international gefragt. Als Sohn eines Sanitärunternehmers besuchte Lauterbach 1970  nach der Mittleren Reife zuerst die Schauspielschule und nahm Unterricht bei Schauspielerin Marianne Jentgens. Danach spielte er in Köln, Würzburg und München Theater und ging auf Tournee mit der Münchner Schauspielbühne.

Lange blieb er dem Theater treu und arbeitete sich in dieser Branche immer weiter nach oben. Sein Leinwanddebüt gab der Mime erst 1983 mit Roland Suso Richters „Amerikaner dürfen alles“. Der große Durchbruch gelang ihm bereits zwei Jahre später mit der Rolle in der Komödie „Männer“, für die der Mime den Deutschen Filmpreis gewann. Danach sah man Heiner Lauterbach immer häufiger im Kino. Zudem feierte er auch im nationalen Fernsehen große Erfolge.In all den Jahren seiner bisherigen Karriere hat sich Heiner Lauterbach einen echten Namen in der deutschen Krimiszene gemacht.

Quelle, Foto-und Filmaufnahmen:Dieter J. Maier

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Max Ophüls Festival mit Stargast Heiner Lauterbach

Carl-Zuckmayer-Medaille – Autorin und Filmemacherin Doris Dörrie ausgezeichnet

19. Januar 2013 Kommentare ausgeschaltet

Die Autorin und Filmemacherin Doris Dörrie ist von Ministerpräsidentin Malu Dreyer mit der Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet worden. An ihrem dritten Amtstag konnte die Ministerpräsidentin rund 850 Gäste im Mainzer Staatstheater begrüßen. Neben Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur nahmen auch Lehrer und Lehrerinnen sowie Schülerinnen und Schüler von Schulen aus Mainz, Nackenheim und Nieder-Olm teil.

Maren Kroymann, Doris Dörrie und Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Ankunft vor dem Staatstheater; Bild: Martina Pipprich

Maren Kroymann, Doris Dörrie und Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Ankunft vor dem Staatstheater; Bild: Martina Pipprich

„Doris Dörrie steht für die beste Form der Unterhaltung, ebenso niveauvoll wie vielseitig“, sagte Ministerpräsidentin Dreyer bei der Verleihung. Sowohl als Regisseurin wie auch als Schriftstellerin verbinde sie gute Geschichten mit guter Unterhaltung. Und wie bei Zuckmayer würden die Zuschauerinnen und Zuschauer Zugang zu den Protagonisten finden. „Diese erscheinen uns nicht selten wie gute Bekannte. Es sind Menschen mit Ecken und Kanten, mit Ängsten und Hoffnungen, bei denen Dinge mal gelingen und mal schiefgehen“, so Malu Dreyer, die sich selbst als echter Doris-Dörrie Fan bezeichnete. Die Ministerpräsidentin blickte in ihrer Rede zurück auf die ersten Dörrie-Filme der 70er und 80er Jahre mit Titeln wie „Mitten ins Herz“, „Im Innern des Wals“ und den ganz großen Kinoerfolg „Männer“. Sie erinnerte auch an Filme wie „Paradies“, „Keiner liebt mich“ und „Kirschblüten-Hanami“, die immer die ganze Klaviatur des Lebens spielen würden. Aber auch mit ihren Romanen, Kinderbüchern und Operninszenierungen habe Doris Dörrie ein breites Publikum gefunden.

Seit mehr als zehn Jahren spielt die Regisseurin und Autorin Doris Dörrie eine führende Rolle bein deutschen Film. Seit ihrem Überraschungserfolg  „Männer“, der seit seinem Start 1985 rund 6 Millionen Zuschauer in die Kinos lockte, repräsentiert Doris Dörrie eine der wenigen Regisseure in Deutschland, die begeisterte Kritiken und komerziellen Erfolg in gleichen Maße ernten können. Dörrie, als Tochter eines  Gynäkologen geboren, machte ihr Abitur an der Sophienschule Hannover, danach folgte ab 1973 ein zweijähriger Aufenthalt in den USA, wo sie Schauspiel und Film am Drama Department der University of the Pacific in Kalifornien studierte. Zurück in Deutschland begann sie 1975 ein Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München und schrieb nebenbei Filmkritiken für die Süddeutsche Zeitung, wo sie auch Redaktionsassistentin war.

Es folgten diverse Filme und einige Bücher. Letztere wurden von der Literaturkritik unterschiedlich aufgenommen.Ihre beiden Filmkomödien Männer (1985) und Ich und Er (1988) machten sie in Deutschland sehr bekannt. 1997 wurde Doris Dörrie als Professorin für Angewandte Dramaturgie und Stoffentwicklung nach München berufen. Gleichzeitig inszenierte Dörrie an der Staatsoper München Opern wie Cosi fan tutte, Rigoletto und Turandot. 2008 kam Dörries Film Kirschblüten-Hanami mit Elmar Wepper, Hannelore Elstner und Nadja Uhl in die Kinos, der seine Weltpremiere auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2008 große Erfolge  feierte. 2011 erschien ihr Roman Alles inklusive, der sofort auf Platz 13 in die Bestsellerliste einstieg.

Quelle und Filmaufnahmen:

Dieter J. Maier
Saar Report

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