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Archiv für Februar, 2013

Hannelore Elsner zu Gast in Saarbrücken

6. Februar 2013 Kommentare ausgeschaltet

hannelore-elstner-003Eigentlich spricht Hannelore Elsner (70), selbst nach der Veröffentlichung ihrer Lebenserinnerungen, ungern über Persönliches. « Ich bin feinfühlig und sensibel, stark und schwach zugleich, emotional und verletzbar.», sagte die Schauspielerin am vergangenen Freitag im Rahmen eines Pressegesprächs in Saarbrücken. “ Ich will das gar nicht weiter präzisieren, da soll sich jeder seine eigenen Gedanken machen, wenn er das Buch liest. Ich wollte eigentlich gar nichts erzählen, ich habe nur ein Buch geschrieben.“

Elsner war anlässlich des 34. Filmfestivals Max-Ophüls-Preis mit ihrer bereits vor zwei Jahren erschienenen Autobiografie »Im Überschwang« im Gepäck in die saarländische Hauptstadt gekommen. Mit Wärme und leisem Humor erzählt die bekannte deutsche Schauspielerin darin aus ihrem Leben – von dem Glück ihrer bayerischen Kindheit, dem Schmerz über den frühen Verlust ihres Bruders und Vaters,  ihrer ersten Liebe. Voller Vitalität und Poesie berichtet Hannelore Elsner von Menschen die sie prägten, ihrer Liebe zum französischen Film, von den ersten Erfahrungen als junge Schauspielerin und vom Glück des Älterwerdens, das sie selbst als mal wehmütig, mal heiter, aber immer offen und gradlinig beschreibt.

Seit mehr als fünf Jahrzehnten ist Hannelore Elsner, die im Alter von 16 Jahren in Istanbul erstmals vor einer Filmkamera stand, inzwischen das Medium für das Leben anderer. Aber es ist vor allem ihr eigenes Leben dass sie bis heute geprägte, besonders die Erlebnisse, wie sie als wildes, lebenshungriges Mädchen die paradiesischen Landschaften Oberbayerns durchstreifte und als Klosterschülerin Verlogenheiten jeglicher Art verabscheuen lernte.

Im bayerischen Burghausen geboren, begann sie nach Abschluss ihrer Schauspielausbildung ihre Karriere an Theatern in München und Berlin. Unter der Regie u.a. von Edgar Reitz und Bernd Eichinger machte sie sich später einen Namen als Charakterdarstellerin in Kinofilmen, nachdem sie man in den ersten zwanzig Berufsjahren vor allem ihren Sexappeal in eher seichten Unterhaltungsfilmen eingesetzt hatte. Seit den 1960er Jahren wirkte sie in zahlreichen Fernsehserien mit. Für die Darstellung der Lea Sommer in der Serie ” Die Kommesarin” wurde sie 1995 mit dem Telestar ausgezeichnet.

In ihren Lebensschilderungen ließ die in Frankfurt lebende Künsterin auch ihre gemeinsamen Lebensjahre mit Filmproduzenten Bernd Eichinger, der im Januar  2011 in Los Angeles einem Herzinfarkt erlag, wieder lebendig werden. In einem an die Pressekonferenz anschließenden Gespräch erinnerten die  „letzte Diva des Deutschen Films“  und  Filmregisseur Carlos Gerstenhauer in der Alten Feuerwache ( der zweitgrößte Spielstätte des Saarländischen Staatstheaters) an den genialen Filmproduzenten, und ließen somit sein Wirken für den internationalen Film und die erlebten Geschichten mit ihm Revue passieren.

Quelle, Film-und Fotoaufnahme:

Dieter J. Maier

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