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Gauck gratuliert seinem Amtskollegen Van der Bellen zur Wahl

6. Dezember 2016

Bundespräsident Joachim Gauck gratulierte heute seinem Amtskollegen Dr. Alexander Van der Bellen zu seiner Wahl zum Bundespräsidenten der Republik Österreich. Gauck schrieb nach Bekanntgabe des amtlichen Ergebnisses:

„Als überzeugter Europäer werden Sie für Deutschland ein wichtiger Partner in bilateralen wie in europäischen Fragen sein. Ich freue ich mich daher auf die Zusammenarbeit mit Ihnen und hoffe, Sie in der mir verbleibenden Amtszeit zu einem Besuch in Berlin empfangen zu können.““

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich erleichtert über den Sieg des Grünen-Politikers. „Ich freue mich, dass Herr Van der Bellen gestern in Österreich gewonnen hat. Ich denke, sein Ansatz, alles daran zu setzen, auch die Bevölkerung in Österreich wieder zusammenzuführen, ist richtig“, sagte die Kanzlerin am vergangenen Montag nach einem Besuch des CDU-Bundesparteitags in Essen.

In ihrem offiziellen Schreiben an den designierten Bundespräsidenten betonte Merkel die enge Verbundenheit zwischen Österreich und Deutschland als  Nachbarn und Freunde. “ In diesem Sinne arbeiten wir Hand in Hand zum Wohle unserer Bürger und zum Wohle Europas. Ich freue mich darauf, dieses vertraute und freundschaftliche Miteinander in Ihrer Amtszeit weiter zu vertiefen und fortzuführen“, so die Kanzlerin weiter.

Nach einem anstrengenden Wahlsieg will der künftiger Präsident auf Gesten der offenen Versöhnung setzen und auf seine Gegner zugehen. Dabei ist auch das kontroverse Thema der Flüchtlingspolitik  für den promovierten Wirtschaftswissenschaftler kein Fremdwort, denn auch die Eltern des Hofburg-Kandidaten Van der Bellen mussten nach der Oktoberrevolution aus ihrer Heimat vor den Sowjets fliehen.

Aus diesem Grund erinnerte der Grünen-Politiker vor allem in seinen Wahlkampf-Reden daran, dass das Vertrauen in den Rechtsstaat das Fundament einer Republik und Demokratie sei. Österreich solle somit die Chance ergreifen, ein maßgeblicher Teil Europas und der Welt zu bleiben. Gleichzeitig sei er auch davon überzeugt, dass nur so die zukünftigen Aufgaben bewältigt werden können.

Der Weg zum österreichischem Staatsoberhaupt war für Alexander Van der Bellen, trotz aller politischen Visionen, lang und beschwerlich. Der Kontakt mit dem einfachen Bürger fiel dem Ex-Grünen-Chef teilweise nicht gerade leicht – seine sachliche und ausgeglichene Art überzeugte dann aber doch die Mehrheit der Österreicher.

Van der Bellen hatte nach wiederholten Stichwahl um das Präsidentenamt in Österreich am Sonntag seinen Kontrahenten, den FPÖ-Kandidaten Hofer, geschlagen und somit der politischen Handlungsfähigkeit seiner Partei  auch außerhalb der Landesgrenzen eine neue Richtung gegeben.

Quelle.
Dieter J. Maier-Berge

Foto: Bundesregierung Österreich

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