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Archiv für die Kategorie ‘Kultur’

Erinnerungen an Roy Black – Geburtsstadt Bobingen ehrt Schlagerlegende zum 25. Todestag

7. Oktober 2016 Kommentare ausgeschaltet

 



Vor genau 25 Jahren starb einer der wohl bekanntesten deutschen Schlagersänger der 1960-er, 70-er und 80-er Jahre Jahre. Aus diesem Anlass will seine Geburtsstadt Bobingen künftig mit einem sogenannten Legenden-Schild an den Menschen und Künstler Roy Black erinnern. Legenden-Schilder liefern kurze Beschreibungen zu den Namensgebern der jeweiligen Straße.

Auf dem Legenden-Schild, welches am Todestag des Künstlers der Öffentlichkeit übergeben wird, steht folgende Erläuterung: „Gerhard Höllerich war der bürgerliche Name des Sängers und Schauspielers Roy Black, geboren 1943 in Straßberg, gestorben 1991, beigesetzt auf dem Friedhof in Straßberg“. Das Schild werde nach Angaben der Stadtverwaltung am 9. Oktober an dem nach ihm benannten Gerhard-Höllerich-Ring im Ortsteil Straßberg angebracht, um insbesonndere jüngere Menschen auf den prominenten Bobinger aufmerksam zu machen.

Auch nach über zwei Jahrzehnten ist Roy Black bei seinen Fans und Freunden unvergessen. So wurde bereits 1995 in Augsburg-Göggingen eine Gedenkstele mit einer Büste des Sängers zur Erinnerung am Roy Black Weg aufgestellt. Selbst sein Grab entwickelte sich schon kurz nach seinem frühen Tod 1991 zur Pilgerstätte. So wird das Familiengrab der Höllerichs, in dem  Roys Urne – nach einer bewegenden Trauerfeier in Augsburg – in aller Stille  beigesetzt wurde, besonders an den Gedenktagen von seinen Fans mit frischen Blumen geschmückt.

Mit gerade mal 48 Jahren starb der beliebte Sänger und Schauspieler im oberbayerischen Heldenstein nach einem Herzanfall. So jedenfalls die offizielle Version. Doch die Tragik seines Lebens offenbarte sich erst später:

Roy Black hatte alles, um in der Welt des Showbuisness Karriere zu machen. Er sah gut aus, hatte eine samtige Stimme und besaß Charme. Vor allem Frauen hingen an seinen Lippen, wenn er Erfolgsschlager wie ” Du bist nicht allein” ” sang oder in Filmen wie ” Wenn du bei mir bist ” als smarter Liebhaber auftrat. Von 1963 bis 1969 erreichten alle Singles von Roy Black die Top Ten, darunter waren sechs erste Plätze.

 


Roy Black

Im Januar 1969 erreichte er dort mit “Ich denk an dich“  letztmalig den 1. Platz. Im Duett mit der ” kleinen Anita”, einer damals zehnjährigen Norwegerin, hatte der charismatischen Sänger, der mit bürgerlichem Namen eigentlich Gerhard Höllerich hieß, im Herbst 1971 mit ” Schön ist es auf der Welt zu sein” auch seinen letzten großen Erfolg. Als sich Mitte der 1970er Jahre der Musikgeschmack deutlich veränderte, ging der Verkauf seine Platten immer  schleppender voran.  Gerade hier zeigte sich, wie sehr die Kunstfigur Roy Black zu diesem Zeitpunkt in der deutschen Musikkritik schon zum Inbegriff dessen geworden war, was Gerhard Höllerich für sich selbst immer als despektierlich angesehen hatte.

Neben der Trennung von seiner Frau Silke Vagts stürzte auch die Talfahrt seiner Karriere die einstmalige Schlagerikone in massive Alkoholprobleme und damit in eine tiefe finanzielle,seelische und gesundheitliche Krise. Die in den nächsten Jahren produzierten Singles wie “Fremde Erde”, “Was geschieht mit mir” oder “Wilde Kirschen blühen früh” wurden nur mäßige Erfolge.

Auch privat war der Sänger glücklos. Seine Ehe mit Silke wurde 1984 geschieden und erneut gingen Berichte über Alkoholprobleme und Depressionen des Künstlers, sowie Bilder von Auftritten im volltrunkenen Zustand durch die Presse. Nach Jahren der Tourneen durch die Provinz schien er dann 1986 wieder einen neuen beruflichen Anfang gefunden  zu haben, Titel wie “Mona”und “In Japan geht die Sonne auf” waren wieder recht erfolgreich.

Gerade als er seine neue LP ” Herzblut” auf den Markt bringen wollte, brach der Schlagerstar  gesundheitlich zusammen: Als er während eines Auftritts in Thomas Gottschalks TV-Show ” Na Sowas” mit extremen Herzproblemen von der Bühne ging, musste sich Roy Black am 18. Juni 1986  einer schweren Operation in München unterziehen, wo ihm zwei künstliche Herzklappen eingesetzt wurden.  Obwohl  kurz danach  noch eine zweiten Herzoperation erfolgen musste, zog er, gesundheitlich angeschlagen, weiter unzählige Fernseh-und Liveauftritte durch. Bereits am 3. Dezember trat er in Berlin wieder vor 3.000 Fans auf. Vier Jahre später war er mit der Rolle des Hoteliers Lenni Berger in der Fernsehserie “Ein Schloss am Wörthersee”, die Traumquoten erzielte, auf einmal wieder da.

Auch privat lief es gut. Wenige Wochen vor seinen Tod brachte seine neue Lebensgefährtin Carmen Böhning Tochter Nathalie zur Welt. Doch auch sein privates Glück konnte die seelische Einsamkeit des sensibelen Künstlers kaum lindern. Besonders seinem Manager Wolfgang Kaminski gegenüber offenbarte sich Roy Black in seinen letzten Lebensmonaten als einen sehr nachdenklich gewordenen Menschen:  ” Ich weiss, dass die Luft da oben dünner ist. Aber ich will da noch einmal hin. Das will ich noch einmal schaffen. Ganz oben sein- und dann nie wieder auf die Bühne…”

Am 9. Oktober 1991 übernachtet Roy Black auf der Rückfahrt von Dreharbeiten allein in seiner Fischerhütte am Silbersee im Landkreis Mühldorf. Er stirbt noch in der gleichen Nacht. Als offizielle Todesursache gilt ein Herzanfall, Freunde glauben allerdings, dass er den nächsten Morgen nicht mehr erleben wollte. Was aber in den vorangegangenen Stunden wirklich geschah, wird wohl niemals restlos geklärt werden können. Nach Informationen der “Bild”-Zeitung soll sich der Sänger vor seinem Tod mit vier  Promille Alkohol in einen Vollrausch getrunken haben.

 

 

Für seine Fans war die Meldung von seinem plötzlichen Tod ein Schock.  8.000 Menschen kommen zur Trauerfeier nach Augsburg, um am aufgebahrten Sarg ihres Idols  Blumen und Kränze niederzulegen. Als Showmaster  Thomas Gottschalk die Trauerrede, die im Fernsehen übertragen wurde, hielt, sprach er vielen  Fans aus der Seele: „ Als Gerhard Höllerich hat er gelitten, gezweifelt und sicher auch Fehler gemacht. Als Roy Black hat er gestrahlt, wurde bewundert. und verstand es, anderen Hoffnung und Mut zu machen, obwohl er selbst ohne Hoffnung war. Mögen die beiden in der Ewigkeit zusammenfinden.“

Was von Roy Black bis heute geblieben ist, ist die Erinnerung an einen Sänger, mit einer großen Melancolie in der Stimme – Leitbild einer ganzen Generation.  Doch gerade weil er für sich selbst  immer eine ganz andere Art von Musik machen wollte, konnte er sich innerhalb seines eigenen künstlerischen Anspruchs nie ganz mit seinem Schlager-Image idenifizieren . Sensibele Künstler zerbrechen manchmal daran. Was bleibt ist die Erinnerung an einen empathischen Menschen und an unvergessene Lieder.

Quelle:

Dieter J. Maier – Berge

Fotos: Roy-Black-Fanpage.de



 

KategorienKultur, Zeitgeschichte

Fritz Wunderlich – eine Jahrhundertstimme die nie verklingt!

17. September 2016 Kommentare ausgeschaltet
Fritz Wunderlich. Foto: FONO FORUM Archiv

Als der Tenor Fritz Wunderlich  vor 50 Jahren durch einen tragischen Unfall  aus dem Leben gerissen wurde, hinterlies sein Tod nicht nur in der klassischen europäische Musikwelt eine Lücke, die sich über Jahrzehnte hinweg nicht schließen sollte. Wohl jedem, dem Oper, Lied, ja Gesang überhaupt am Herzen liegen spürt anhand der zahlreichen zurückgelassenen Musikaufnahmen, wie lebendig und alle Nerven treffend die Stimme dieses außergewöhnlichen Sängers bis  heute immer noch ist.

Neun Tage vor seinem 36 Geburtstag fällte das Schicksal den kraftvollen, vitalen Mann mit einem geradezu groteskem Unglücksfall:

Nach einem anstrengenden Auslandskonzert fuhr der passionierte Jäger für einen mehrtägigen Jagdurlaub zu Bekannten ins oberschwäbische Derdingen. Im Jagdhaus seines Freundes Heinz Blanc zog er sich am Abend des 16.September 1966 bei einem unglücklichen Treppensturz so schwere Schädelfrakturen zu, dass er einen Tag später in der Heidelberger Universitätsklinik seinen schweren Verletzungen erlag.

Am nächsten Tag stand es in allen Zeitungen – „Das Schicksal hat uns alles genommen.“ Bei Fritz Wunderlich war es keine Phrase, er ist unersetzlich und wir können ihn nicht vergessen. Nur knapp 7 Jahre hat die Weltkarriere des bedeutensten lyrischen Tenors des 20. Jahrhunders gedauert.

Der 1930 im pfälzischen Kusel in einfachen Verhältnissen geborene hochbegabte Gesangssolist, spielte von Jugend an Unterhaltungsmusik in verschiedenen Gruppen und erhielt ersten Gesangsunterricht in Kaiserslautern. Mit 25 Jahren schloss der klassisch ausgebildete Opern-und Konzertsänger  sein Studium an der Freiburger Musikhochschule mit Bravur ab, nachdem er ein Jahr zuvor in einer Hochschulaufführung in Freiburg als Tamino in Mozarts Zauberflöte seinen ersten Erfolg feiern konnte.

Daraufhin wurde er 1955 an die Württenbergische Staatsoper in Stuttgart, wo er auch seine spätere Frau Eva kennenlernte, engagiert. Als er dort – ebenfalls als Tamino – für den erkrankten Tenorkollegen Josef Traxel einspringen durfte, weil der eigentlich als Ersatz vorgesehene Wolfgang Windgassen zugunsten des Anfängers verzichtete, wurde er praktisch über Nacht zum Star.

Seine Weltkarriere begann, als er 1959 bei den Salzburger Festspielen den „Henry“ in Richard Strauss wieder entdeckter Oper “ Die schweigsame Frau“ sang. Die begeisterte Presse feierte den jungen Tenor und machte ihn über den deutschen Sprachraum hinaus bekannt.

Bald war er auf allen internationalen Bühnen zuhause, arbeitete mit weltbekannten Dirigenten wie Karl Böhm, Robert Stolz und Herbert von Karajan, gastierte als Ensemble-Mitglied an der Wiener Staatsoper und war regelmäßig Gast der Salzburger Festspiele. Weitere Engagements führten ihn unter anderem nach Berlin, Aix-en-Provence, Venedig, Buenos Aires, London, Edinburgh und Mailand.

Und überall erwarb er sich einen hervorragenden Ruf als Interpret des deutschen Liedguts. Aber auch Schlager, wie das von Augustin Lara geschriebene Granada, oder das italienische Volkslied Tiritomba sang er auf unvergleichliche Weise, in dem er seine Stimme wie eine Spirale auf- und abschnellen ließ. 1966 sang er während der Edinburger Festspiele.

Danach machte er Plattenaufnahmen mit Hermann Prey, um in der nächsten Saison ein Engagement an der New Yorker Met anzutreten. Doch dazu kam es nicht mehr. Fritz Wunderlich hinterließ eine Frau, drei Kinder und ein in die Millionen gehendes Publikum, dass diese Jahrhundertstimme bis heute betrauert.

wunderlich | Bildquelle: Fritz-Wunderlich-Gesellschaft

Noch immer werden neue CDs mit alten Aufnahmen herausgebracht. Die gerade neu herausgegangene CD Fritz Wunderlich – Oper, Operette, Film – Unveröffentlichte Rundfunkaufnahmen von BR-KLASSIK, ist bislang einer der gelungensten Versuche, den künstlerischen Werdegang dieses außergewöhnlichen Sängers anhand der hinterlassenen Musikaufnahmen hörbar zu machen. Die anlässlich seines 50. Todestages veröffentlichten CD präsentiert Fritz Wunderlich in frühen, bislang nicht veröffentlichten Rundfunkaufnahmen, die zwischen 1959 und 1965 entstanden sind.

Doch trotz aller Neuveröffentlichungen, Gedenkkonzerte und Gedenksendungen wird die Lücke die Wunderlich hinterlassen hat um so schmerzlicher bewusst und heute, nach diesem zeitlichen Abstand wissen wir, was die Musikwelt damals gelähmt vor Entsetzen noch gar nicht richtig begriffen hatte. Nämlich , dass Fritz Wunderlich nicht einfach nur ein großer Sänger seiner Generation war, sondern eine der schönsten Tenorstimmen, die uns das 20 Jahrhundert geschenkt hatte und deren Wirkung bis weit in die Zukunft reichen wird.

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    Quelle: Dieter J. Maier-Berge

    Bilder: Fritz Wunderlich-Gesellschaft
    KategorienKultur, Zeitgeschichte

    Bundespräsident Gauck zum Tode von Helmut Kasarek

    30. September 2015 Kommentare ausgeschaltet

     

     

    Bundespräsident Joachim Gauck hat heute Armgard Seegers, der Ehefrau des verstorbenen Hellmuth Karasek, kondoliert. Der Bundespräsident schreibt:

    „Mit Ihrem Mann verliert die deutsche Literatur einen leidenschaftlichen Streiter und entschiedenen Anwalt. Hellmuth Karasek hat bei vielen Menschen die Kenntnis und die Liebe zur Literatur, zum Theater und zum Film entscheidend erweitert und vertieft. Ohne ihn wäre das literarische Leben in unserem Land sehr viel ärmer – und auch erheblich langweiliger. Er hat es vermocht, uns mit seiner Begeisterung immer wieder anzustecken

    Auch als profilierter Kulturredakteur und Herausgeber hat Hellmuth Karasek viele kulturpolitische Debatten angestoßen und immer wieder seinen subtilen Humor und seine Freude am intellektuellen Streit bewiesen.

    Damit hat er unser Land und seine Kultur nachhaltig bereichert. Wir werden ihn niemals vergessen. Vielleicht kann es für Sie in dieser Zeit tröstlich sein, dass viele Menschen in Deutschland Ihre Trauer teilen.“

    KategorienKultur

    Fürst-Pückler-Park Branitz in altem Glanz

    31. August 2015 Kommentare ausgeschaltet
    Hermann Fürst von Pückler-Muskau
     Hermann Fürst von Pückler

    Kulturstaatsministerin Grütters weiht restaurierte Seepyramide ein

    Kulturstaatsministerin Monika Grütters wird am kommenden Sonntag gemeinsam mit Ministerpräsident Woidke die aufwendig restaurierte Seepyramide im Park des Fürst-Pückler-Schlosses Branitz einweihen. Dazu betonte die Kulturstaatsministerin vorab: „Mit dieser liebevoll restaurierten Grabstätte Fürst Pücklers erstrahlt der Schlosspark nun wieder in vollem Glanz. Diese vorbildlich wiederhergestellte Schloss- und Parkanlage ist ein wunderbares Beispiel für den gut funktionierenden kooperativen Kulturföderalismus in Deutschland. Hier stehen die Stadt Cottbus, das Land und der Bund erfolgreich für den Erhalt unseres kulturellen Erbes ein. Diesem Engagement liegt vor allem eine Erkenntnis zugrunde: Kulturelle Glanzlichter wie das Schloss- und Parkensemble Branitz sind kein verzichtbarer Luxus, sondern sie tragen zur Attraktivität und damit auch zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region ganz wesentlich bei.“

    Das Schloss Branitz war einst der Alterssitz Fürst Pücklers. Die Erdpyramide ließ er als Grabmal für sich und seine Frau mitten im See des Schlossparks errichten. Durch Witterung war die Pyramide über die Jahre jedoch um etwa einen Meter geschrumpft und hat ihre geometrischen Konturen eingebüßt. Neben Aufschüttungsmaßnahmen wurden eigens für die Pyramide jene drei Rebsorten nachgezüchtet und angepflanzt, die nach dem Willen des Fürsten die Pyramide im Herbst in ein flammendes Rot tauchen soll.

    Die Schloss- und Parkanlage wird von der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz (SFPM) getragen. Ihre Aufgabe ist es, das Park- und Schlossensemble Branitz nach den Vorstellungen des Fürsten zu pflegen und zu erhalten. Darüber hinaus werden Pücklers Leben und Schaffen wissenschaftlich erforscht und der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Kulturstaatsministerin finanziert notwendige Bau- und Sanierungsmaßnahmen seit 1995 mit erheblichen Fördermitteln, 2015 mit rund 400.000 Euro.

    Weitere Informationen finden Sie unter www.pueckler-museum.de

    KategorienKultur

    Bundespräsident Gauck verleiht Silbernes Lorbeerblatt an Fußball-Nationalmannschaft

    1. November 2014 Kommentare ausgeschaltet

    Bundespräsident Joachim Gauck bei der Aufstellung zum Gruppenfoto gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesinnenminister Thomas de Maizière bei der Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes in Schloss Bellevue an die Deutsche Fußballmannschaft

    Foto: Bundespräsidentialamt-Berlin

    Bundespräsident Joachim Gauck hat am 10. November die 23 Spieler der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Schloss Bellevue mit dem Silbernen Lorberblatt usgezeichnet. Sie erhielten die höchste staatliche Auszeichnung im Bereich des Sports für den Gewinn der FIFA-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien.  Bundespräsident Joachim Gauck besuchte am 13. Juli gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel das Finale der Fußballweltmeisterschaft in Rio de Janeiro. Nach dem Spiel sagte der Bundespräsident: „Das war ein wunderbares Turnier. Wir werden das niemals wieder in dieser Begeisterung erleben. Und diese Mannschaft war so großartig. Sie hatte Stars und war trotzdem eine Mannschaft – das kann nicht jeder. Herzlichen Glückwunsch!“

    Das Silberne Lorbeerblatt ist die höchste verliehene sportliche Auszeichnung in Deutschland. Die Stiftung erfolgte am 23. Juni 1950 vom damaligen Bundespräsident Theodor Heuss. Bestätigt wurde die Auszeichnung jedoch erst nach der Einführung des Gesetzes über Titel,Orden und Ehrenzeichen, durch den damaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke im Jahre 1964.

    Die Auszeichnung wird als silberne Anstecknadel, und in der Damenausführung eine Ansteckbrosche in Form eines waagerecht liegenden Lorbeerblatts entweder am linken Kragenaufschlag des Dienstrockes oder am Anzug getragen. Es ist eines der repräsentabelsten staatlichen Ehrenzeichen und wird als Auszeichnung für hervorragende Leistungen (auch international) auf den Gebieten des sportlichen und musischen Lebens verliehen.

     

    Quelle:

    Dieter J. Maier

    Report aus Berlin

    Bericht Nr. 2 Platzhalter

    16. Dezember 2013 Kommentare ausgeschaltet

    Platzhalter

    Carl-Zuckmayer-Medaille – Autorin und Filmemacherin Doris Dörrie ausgezeichnet

    19. Januar 2013 Kommentare ausgeschaltet

    Die Autorin und Filmemacherin Doris Dörrie ist von Ministerpräsidentin Malu Dreyer mit der Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet worden. An ihrem dritten Amtstag konnte die Ministerpräsidentin rund 850 Gäste im Mainzer Staatstheater begrüßen. Neben Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur nahmen auch Lehrer und Lehrerinnen sowie Schülerinnen und Schüler von Schulen aus Mainz, Nackenheim und Nieder-Olm teil.

    Maren Kroymann, Doris Dörrie und Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Ankunft vor dem Staatstheater; Bild: Martina Pipprich

    Maren Kroymann, Doris Dörrie und Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Ankunft vor dem Staatstheater; Bild: Martina Pipprich

    „Doris Dörrie steht für die beste Form der Unterhaltung, ebenso niveauvoll wie vielseitig“, sagte Ministerpräsidentin Dreyer bei der Verleihung. Sowohl als Regisseurin wie auch als Schriftstellerin verbinde sie gute Geschichten mit guter Unterhaltung. Und wie bei Zuckmayer würden die Zuschauerinnen und Zuschauer Zugang zu den Protagonisten finden. „Diese erscheinen uns nicht selten wie gute Bekannte. Es sind Menschen mit Ecken und Kanten, mit Ängsten und Hoffnungen, bei denen Dinge mal gelingen und mal schiefgehen“, so Malu Dreyer, die sich selbst als echter Doris-Dörrie Fan bezeichnete. Die Ministerpräsidentin blickte in ihrer Rede zurück auf die ersten Dörrie-Filme der 70er und 80er Jahre mit Titeln wie „Mitten ins Herz“, „Im Innern des Wals“ und den ganz großen Kinoerfolg „Männer“. Sie erinnerte auch an Filme wie „Paradies“, „Keiner liebt mich“ und „Kirschblüten-Hanami“, die immer die ganze Klaviatur des Lebens spielen würden. Aber auch mit ihren Romanen, Kinderbüchern und Operninszenierungen habe Doris Dörrie ein breites Publikum gefunden.

    Seit mehr als zehn Jahren spielt die Regisseurin und Autorin Doris Dörrie eine führende Rolle bein deutschen Film. Seit ihrem Überraschungserfolg  „Männer“, der seit seinem Start 1985 rund 6 Millionen Zuschauer in die Kinos lockte, repräsentiert Doris Dörrie eine der wenigen Regisseure in Deutschland, die begeisterte Kritiken und komerziellen Erfolg in gleichen Maße ernten können. Dörrie, als Tochter eines  Gynäkologen geboren, machte ihr Abitur an der Sophienschule Hannover, danach folgte ab 1973 ein zweijähriger Aufenthalt in den USA, wo sie Schauspiel und Film am Drama Department der University of the Pacific in Kalifornien studierte. Zurück in Deutschland begann sie 1975 ein Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München und schrieb nebenbei Filmkritiken für die Süddeutsche Zeitung, wo sie auch Redaktionsassistentin war.

    Es folgten diverse Filme und einige Bücher. Letztere wurden von der Literaturkritik unterschiedlich aufgenommen.Ihre beiden Filmkomödien Männer (1985) und Ich und Er (1988) machten sie in Deutschland sehr bekannt. 1997 wurde Doris Dörrie als Professorin für Angewandte Dramaturgie und Stoffentwicklung nach München berufen. Gleichzeitig inszenierte Dörrie an der Staatsoper München Opern wie Cosi fan tutte, Rigoletto und Turandot. 2008 kam Dörries Film Kirschblüten-Hanami mit Elmar Wepper, Hannelore Elstner und Nadja Uhl in die Kinos, der seine Weltpremiere auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2008 große Erfolge  feierte. 2011 erschien ihr Roman Alles inklusive, der sofort auf Platz 13 in die Bestsellerliste einstieg.

    Quelle und Filmaufnahmen:

    Dieter J. Maier
    Saar Report

    Film hier anklicken:

    Ball des Weines 2012 mit Startenor Paul Potts

    29. April 2012 Kommentare ausgeschaltet

    Es war ein rundum gelungener Abend: Mehr als 1500 Gäste aus Politik, Wirtschaft und der Deutschen Genuss-Szene begaben sich gestern zum 12. Mal auf dem Ball des Weines in Wiesbaden auf eine Entdeckungsreise in die Welt der besten Weine Deutschlands. Getreu dem Ball-Motto „AUF GROSSER FAHRT“ reisten die Gäste mit den Deutschen Spitzenweinen bis in die frühen Morgenstunden über die Weltmeere.

    Gallionsfigur Paul Potts

    ball-des-weines-2012-0241Nach Helen Schneider, Johannes Heesters und den Prinzen war in diesem Jahr auch Paul Potts der nächste Stargast beim Ball des Weines in Wiesbaden. Der britische Tenor, der 2007 bei einer Talentshow entdeckt wurde und seitdem weltweit Erfolge feiert, stand mit Filmmelodien auf der Bühne im Wiesbadener Kurhaus. Mit Stücken aus seinem dritten Album „Cinema Paradiso“ ist er derzeit auch auf Tourne und sorgte auf der Künstlerseite als Gallionsfigur mit seiner unverwechselbar lyrischen Tenorstimme und der Verschmelzung von klassischer Musik und populären Melodien für euphorischen Applaus.

    Gemäß dem Motto war der gesamte Abend in seiner Ausgestaltung, in seinen Beiträgen und mit dem kulinarischen Verwöhnprogramm auf maritimes Flair, Kreuzfahrtromantik sowie auf eine Hommage an die Weltmeere abgestimmt. Passend zum maritimen Motto faszinierte Sandmalerin Natalya Netselya die Gäste mit ihren Momentaufnahmen aus Sand – musikalisch untermalt. Binnen weniger Sekunden schuf sie wunderschöne Bilder, die wie Gemälde erschienen, um gleich darauf wieder zu verschwinden. Die Deutsche Weinkönigin Annika Strebel navigierte mit schlagfertigen Kommandos und Charme durch den kurzweiligen Abend.

    Willkommen an Bord – Captain’s Dinner im Ballsaal
    VDP Ball des WeinesVDP Ball des Weines

    Das Kurhaus hatte sich für den Abend einer unglaublichen Metamorphose unterzogen. Die liebevoll designten Walking-Acts „Weintraube und Lobster“ von Anna Möntmann begrüßten die Gäste standesgemäß. Als dann wurde der Anker gelichtet und es hieß: Leinen los für einen unvergesslichen Abend!  VDP-Präsident Steffen Christmann ehrte an diesem Abend Michael Graf Adelmann, der über ein viertel Jahrhundert im VDP-Präsidium aktiv war. „Der Löwe von Schaubeck verlässt den VDP-Adlerhorst!“ Für seine Verdienste um die nationale Weinbaupolitik, als einer der Architekten der VDP Klassifikation und für sein kreatives Engagement in SachenNach dem „Check in“ fanden die Gäste sich an Bord des Flaggschiffes VDP wieder. Vor der herrlichen Kulisse eines Schiffbugs konnte man für eine ganz persönliche Ballerinnerung posieren. Der Ballsaal entführte in tiefere maritime Gefilde, hunderte von Möwen umschwärmten die festlich gedeckten Tische. Serviert wurden kulinarische Variationen aus dem Meer von Käfer’s und die VDP-Winzerkinder schenkten eine Auswahl der besten Weine Deutschlands in die Gläser. Die klassische Tanzmusik der Big Band der Bundeswehr lud im Anschluss zum Schwingen des Tanzbeines ein.

    VDP Ball des Weines

    Kreuzfahrt-Atmosphäre in allen Räumen – Eine Regatta der puren Gaumenfreuden

    Auch die Gäste der Flaniermeile hatten durch die jeweils außergewöhnlichen und individuellen Inszenierungen in den verschiedenen Motto-Räumen wahrlich die Qual der Wahl. Ob dem Glücksspiel im vinophilen Casino oder Chocolatier Schell’s großartigen Schokoladen frönen, ob einen Tee-Cocktail oder Kaffee im Bordcafé „Seestern“ genießen, ob beim Landgang an der längsten Weinbar des Balls in die zauberhafte Welt der Pianoklänge von José Rodriguez eintauchen oder sich auf der Gaggenau-Genussmeile von Sterne-Schiffskoch Dieter Müller sowie den Spitzenköchen Karl-Josef Fuchs (Romantik Hotel Spielweg im Münstertal), Burkhard Schork (Hotel & Restaurant Friedrich von Schiller in Bietigheim- Bissingen) und Egbert Engelhardt  (Consortium Gastronomie GmbH in Wiesbaden) an Gaggenau Kochstationen zu ungeahnten Geschmackserlebnissen animieren lassen.
    ball-des-weines-2012-030Weitere namhafte „Smutjes“ kreierten in den diversen Ball-Kombüsen die perfekte Harmonie zwischen maritimen Versuchungen und edlen Weinen aus Ersten Lagen. Die Lufthansa First Class Entdeckungsreise über den Wolken, begleitet von den jazzigen Pianoklängen von Max Schneider, ergänzte kontrastierend DJ John Munichs gelungene Discobeats im Club Nautico, in welchem er gemeinsam mit Saxophonist Thorsten Skringer die Nacht zum Tag machte. Selbst die Liebhaber von Rauchwaren oder feiner Bierkultur von Braufactum kamen nicht zu kurz.

    Wieder einmal war der Ball des Weines für Gäste, Veranstalter, Winzer und Sponsoren ein rauschendes und vor allem gelungenes Fest und auch im Hinblick auf den grandiosen Erlös der Benefiz-Tombola ein zufriedenstellender Abend. VDP-Ehrenpräsident Michael Prinz zu Salm-Salm freute sich: „Auch in diesem Jahr ist es einzigartig gelungen, den deutschen Wein grandios zu inszenieren. Die VDP-Matrosen haben mit einer Woge des Spitzenweins die Ball-Passagiere hingerissen. Der Kursaal war vom Bug bis zum Heck „auf Wein-Kurs“.“

    Ouelle, Bilder- und Filmaufnahmen :

    Dieter J. Maier

    Fotos zum Vergrößern anklicken

    Film hier anklicken:

    Startenor Paul Potts beim Ball des Weines 2012 in Wiesbaden

    Bild Mitte:  VDP

    Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Staatsbesuch in Luxemburg

    merkel_junker

    Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde heute in Luxemburg von Premierminister Jean-Claude Juncker mit militärischen Ehren vor seinem Amtssitz empfangen. Neben einem persönlichen Gespräch stand auch ein Treffen mit Großherzog Henri im luxemburger Stadtpalais auf dem Programm. Merkel und der Luxemburger Premierminister wollen mit diesem Kurzbesuch vor allem auch die deutsch-luxemburgischen Beziehungen verbessern, damit in beiden Ländern in absehbarer Zeit  Minister für bilaterale Beziehungen installiert werden können. Auch will sich die Bundeskanzlerin um eine bessere Bahnverbindung zwischen Trier und Luxemburg kümmern.

    Zu Juncker pflegt Merkel ein sehr freundschaftliches Verhältnis. Aus diesem Grund signalisierten die beiden Regierungschefs auch, dass man sich in Deutschland und Luxemburg trotz gelegentlicher Verstimmungen  tatsächlich wie „unter Freunden vorkomme“. Juncker, der die Angriffe des vorigen deutschen Finanzministers auf das Bankgeheimnis offensichtlich noch nicht verkraften konnte, fügte hinzu: „Der Währungsfond kommt als Mittel zur Hilfe für Griechenland nicht in Betracht. Das ist eine kurzfristig zu klärende Problemlage. Ich bin zuversichtlich, dass Griechenland auch weiterhin nicht die Finanzhilfe der Euro-Partner braucht“. Merkel bestätigte, Frankreich, Griechenland, Luxemburg und Deutschland hätten die EU-Kommission gebeten, Maßnahmen gegen den spekulativen Handel mit Kreditausfallversicherungen vorzubereiten.

    Vor der Pressekonferenz im luxemburgischen Außenministerium zogen sich Merkel und Juncker zu einem inoffiziellen Gespräch über die Themen Energie und Verkehr in dessen Privatbüro zurück. Hierbei wurden die Pläne einer Zugverbindung zwischen Luxemburg und Koblenz  und eine Kooperation bei der Energiebeschaffung bei einem Windpark in der  Nordsee ausgiebig erörtert, um  nach langem Zögern endlich nach vorne gebracht und stabilisiert  zu werden. Bundeskanzlerin Merkel betonte später vor den zahlreichen internationalen Pressevertretern, sie  unterstütze auch einen Unterstützungsfond für Griechenland, obwohl dieser bei der EZB und bei Finanzexperten auf Ablehnung stößt. Merkel wörtlich: „Ich sehe darin den  letzten Ausweg, wenn ein Euro-Land kurz vor der Staatspleite steht. Es gibt gute Gründe, für unsere Gemeinschaftswährung  einzutreten. Außerdem dürfen wir nicht auf Dauer vom Internationalen Währungsfonds abhängig werden. Die Einrichtung eines solchen Europäischen Währungsfonds ist ein wichtiges Warnsignal an Spekulanten. Hier wird deutlich gemacht, dass Wetten gegen hoch verschuldete Länder wie Griechenland oder gegen den Euro zwecklos  ist“. Die Idee eines Europäischen Währungsfonds fand bei Premierminister Junker besondere Anerkennung, obwohl für das bedrängte Griechenland diese Form der Hilfe jetzt wohl zu spät kommt.

    Was gegenwärtig in Griechenland passiert, ist nicht nur für Politiker oder Banker, die die unerwartete Finanzkrise für ausgestanden hielten, ein Schock. Gerade deren Folgen wollte man noch überwinden, wie etwa der Einbruch der Wirtschaftsleistung, den drohenden Anstieg der Arbeitslosigkeit und die Löcher in den Sozialkassen, obwohl das  Finanzsystem selbst wieder als stabil galt. Vor allem hat der Griechenlands Finanzminister Giorgos Papakonstantinou mit dem Misstrauen der Finanzmärkte zu kämpfen. Dies zeigte sich vergangene Woche, als Griechenland eine fünfjährige Staatsanleihe im Volumen von 5,5 Milliarden Euro ausgab: Mit einem Coupon von 5,5 Prozent lag die Rendite des Papiers um 325 Basispunkte über der vergleichbaren deutschen Bundesanleihe.

    Text, Foto-und Filmaufnahmen:

    Dieter J. Maier

    Foto zum Vergrößern anklicken.

    eingebunden mit Embedded Video

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    Interview mit LAITH AL-DEEN

    laith_al_deenMit dem offiziellen Auftaktkonzert gab Laith Al-Deen am 04.10. im Kieler Schloss den Startschuss zu seiner mittlerweile sechsten Deutschlandtournee. Nachdem es zum Best-of-Album („2000-2008“) im vergangenen Jahr kein eigenes Bühnenprogramm gab, tourt der Mannheimer in diesem Herbst mit seiner Musikerstammbesetzung und Gästen durch zwanzig deutsche Städte. Dabei hat er für seine Fans einige Überraschungen im Gepäck.

    Natürlich freue ich mich darauf, meinen Fans den Sessioncharakter des Albums zu präsentieren. Anne de Wolff an der Geige und Martin Wenk als Multiinstrumentalist werden sicher ihren Teil dazu beitragen. Ich bin zum größten Teil Autodidakt, zumindest was Gitarre, Schlagzeug und solche Dinge betrifft. Ich habe früher auch Orgel gelernt, das hat mir aber nicht so wahnsinnig viel gebracht, erleichtert aber einiges. Inzwischen kann ich schon auf einige Erfolge, live und in Charts, zurückblicken. Das macht manches einfacher. Es gibt Fragen, die man jetzt nicht mehr beantworten muss. Andererseits geht es bei der ganzen Geschichte auch immer wieder darum, von sich zu erzählen und da gibt es dann klassisch wiederkehrende Kreisläufe. Aber wenn man das begriffen hat und auch toleriert, dann funktioniert es  reibungslos“, so Laith Al-Deen in einem Interview gegenüber Saar Report.

    Mit seinem ersten Album Ich will nur wissen sowie den Singles Bilder von Dir und Kleine Helden machte der in Karlsruhe, als Sohn eines Irakers, geborene Popmusiker und Musikproduzent  im Jahr 2000 erstmals auf sich aufmerksam. Seine Debütsingle Bilder von dir stammt ursprünglich aus der Feder des Offenbacher Produzententeams Schallbau, das die englische Urversion aus dem Jahre 1996 unter dem Projekt B-Zet mit Darlesia veröffentlichte. Im Jahre 2001 trat er auf der Jubiläumstour von Pur 20 Jahre eine Band als Vorgruppe auf und stellte im Rahmen seines Programms sein Album Ich will nur wissen vor. Das Anfang 2004 erschienene Album „Für alle“ verstand Laith Al-Deen selbst als konsequente Weiterentwicklung seiner bisheriger Veröffentlichungen. Das Album konnte Platz 1 der deutschen Album-Charts erreichen und wurde sein bislang größter Erfolg. Die erste ausgekoppelte Single Alles an Dir erreichte Platz 21 der deutschen Charts, die bislang höchste Platzierung einer Single von Laith Al-Deen.

    Auf die Frage, ob er bei seinem neuen Album „Sesson“, das mit Sting, Sinatra und David Bowie bei den Coversongs auf echte Musiktitanen setzt, auf altbewährte Konzepte gehen wollte, antwortet der Popmusiker gelassen: “ Es ging mir nicht darum, ein kommerzielles Album herauszugeben. Die Liedauswahl ist eher spontan entstanden, d.h.wir haben aus über 200 ganz unterschiedlichen Songs 40 Titel ausgewählt und haben angefangen zu produzieren. „Session“ hat kein Konzept – die Lieder passen weder stilistisch zusammen, noch stammen sie aus derselben Zeit. Wir haben uns einfach 13 Tage ins Studio eingeschlossen und drauflos gespielt. Das fühlte sich super an! Wir hatten einfach nicht den Anspruch zu sagen, dass das jetzt alles unbedingt modern sein muss. Natürlich sollte der Sound auch nicht altbacken werden, was er ja dann auch nicht geworden ist. Das war alles eher Zufall. Da wir zusammen im Studio schreiben und die Schreibphase immer ein komplettes Jahr geht, kennen wir uns sehr gut. So gut, dass wir nicht mehr zusammen in den Urlaub fahren müssen. Ich freue mich aber jedes mal wieder, wenn es zusammen mit allen auf Tour geht und wir werden überall, auch im Merziger Zeltpalast, unser Bestes geben“.

    Neben den Covers aus dem aktuellen Album „Sesson“, wie die am 02.10.2009 erschienene Single “ Laiths Version “ von Stings “ If l ever lose my faith“ und vielen anderen, können sich die Fans auf der Tour von Laith Al-Deen auch auf die eigenen Hits des Pop-Stars ( „Bilder von Dir,  Dein Lied, Alles an Dir“) freuen, die auch etwa die Hälfte des Konzertabends füllen werden.

    Restkarten für die Tournee gibt es noch an allen bekannten Vorverkaufsstellen und unter www.laith.de.