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Archiv für die Kategorie ‘Uncategorized’

Interview mit Sacher-Chefin Elisabeth Gürtler-Mauthner

18. Januar 2017 Kommentare ausgeschaltet

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Sie ist Geschäftsführerin des legendärsten Hotels in Wien,war 8 Jahre Organisatorin des Wiener Opernballs und gilt als Grand Dame der österreichischen Gesellschaft. Seit dem Tod ihres Mannes  übernahm Elisabeth Gürtler-Mauthner als Diplomkauffrau das Management des Wiener Traditionshauses, das ihre Kinder Alexandra und Georg geerbt hatten.

In Würdigung ihres jahrzehntelangen erfolgreichen Wirkens an der Spitze des bekanntesten Luxushotels Österreichs und der weltweit expandierenden Sacher-Tortenproduktion Europas sowie in der gesellschaftlichen Betreuung des Wiener Opernballs, wurde sie vom WienTourismus  mit der Goldenen Johann-Strauß-Medaille ausgezeichnet.

In einen exklusiven Interview sprach Elisabeth Gürtler-Mauthner mit  Report  aus Berlin u. a. über ihre Begegnungen mit Musik-Legenden wie Leonard Bernstein und Marcel Pravy, sowie über das Geschmacksgeheimnis der legendären Sachertorte.

Dieter J. Maier:

Frau Gürtler-Mauthner, die Gründerin des Hotel Sacher, Anna Sacher, galt als äußerst emanzipierte Frau, die stets mit Zigarre, aber auch mit Güte ihren Betrieb zu führen verstand. Wie sehen Sie heute als Chefin des Hauses Sacher diesen damals außergewöhnlichen Führungsstil?

Elisabeth Gürtler-Mauthner:

Anna Sacher war ihrer Zeit einige Schritte voraus und bekannte sich öffentlich zu ihrer Führungsrolle, wenngleich sie sich offiziell als Frau Eduard Sacher betitelte. Im Jahr 1876 hatte ihr Mann sein Hotel in der Wiener Philharmonikerstraße eröffnet, das damals wegen seiner Exklusivität, Eleganz und Spitzengastronomie geschätzt wurde.

Nachdem Eduard Sacher 1892 verstorben war, übernahm sie die Leitung des Hauses, wobei ihr sehr patriarchalischer Führungsstil für die damaligen Zeit ungewöhnlich, aber akzeptiert war. Heute kann eine Akzeptanz dafür ausgeschlossen werden, denn nur mit kooperativer, teambildender Führung ist es möglich junge, hervorragende Mitarbeiter an das Haus zu binden.

Anna Sacher

Dieter J. Maier:

Das Hotel Sacher zählt seit seiner Gründung zu den besten Adressen Österreichs. Aus welchem Grund schätzen Ihre Gäste seit vielen Jahrzehnten diesen internationalen Grandhotelflair?

Elisabeth Gürtler- Mauthner:

Unser wichtigstes Anliegen ist es, die Erwartungen, die unsere Gäste in den Namen „Hotel Sacher“ setzen, nicht nur zu erfüllen, sondern noch zu übertreffen. Das „Sacher“ ist lebendige Tradition und gleichzeitig Ausdruck zeitgemäßem österreichischen Lebensstils. Wir wollen „Alt“ und „Neu“ erfolgreich verbinden und damit eine einzigartige Atmosphäre, aber auch höchsten Komfort bieten.

Dies beinhaltet selbstverständlich auch, dass der Hotelgast eine moderne technische Infrastruktur vorfindet, die luxuriösen Ansprüchen gerecht wird. Die Besonderheit des Sacher liegt darin, dass wir dank unserer überschaubaren Größe sehr individuell betreuen können. Bei uns sind Menschen zu Gast, und keine Massen.

Dieter J. Maier:
Worin liegt Ihrer Meinung nach das Erfolgsgeheimnis Ihres Hotels?

Elisabeth Gürtler- Mauthner:

 

Im Hotel Sacher vereinen sich Tradition, Luxus, Style und der typische Wiener Charme mit Komfort und Genuss. Das „Sacher“ ist lebendige Tradition und gleichzeitig Ausdruck zeitgemäßen österreichischen Lebensstils. Wir wollen „Alt“ und „Neu“ erfolgreich verbinden und damit eine einzigartige Atmosphäre, aber auch höchsten Komfort für den luxusverwöhnten Gast bieten. Um diesen zu gewährleisten befinden sich in unserem Haus u.a. das Restaurant Anna Sacher, die Rote Bar, die Blaue Bar, die Confiserie, das Café Sacher und das Sacher Eck.

Dieter J. Maier:
Die „Original Sacher-Torte“  ist die berühmteste Kreationen Ihres Hauses. Obwohl die  Rezeptur  nach wie vor bei Ihnen geheim gehalten wird, berichten eingeweihte Kreise, das Geheimnis der Sachertorte stecke nicht in den Zutaten, sondern vielmehr in der Schokoladenglasur. Worin liegt Ihrer Meinung nach das eigentliche Geheimis dieser Wiener Spezialität?

 

Elisabeth Gürtler-Mauthner:

Wir sind stolz auf unsere Original Sacher-Torte! Auf ihre weltweite Bekanntheit, ihre lange Haltbarkeit und natürlich insbesondere darauf, dass sie auch bei zahlreichen Blindtests immer als Siegerin hervorgegangen ist. Grund dafür ist sicher die ausgewogene Schokoladeglasur, die luftabschliessend und natürlich konservierend den flaumigen, saftigen Teig umschließt. In der richtigen Mischung verschiedener Schokoladen, der richtigen Temperatur und damit der richtigen Dicke der Glasur liegt das Geheimnis, aber auch die Schwierigkeit, die eine Nachahmung sehr schwer macht.

 
Österreich - Wien - Sachertorte

Dieter J. Maier:

Zahlreiche prominente Künstler, gekrönte Häupter, Staatsmänner, Diplomaten und Politiker logierten im Sacher:  Königin Elisabeth II. mit ihrem Gemahl Prinz Philip, Fürst Rainier von Monaco mit Fürstin Gracia Patricia, US Präsident John F. Kennedy, Schauspiellegende Curd Jürgens, Jane Fonda, Tennisstar Boris Becker, Kofi Annan, Leonard Bernstein und viele mehr. Welcher Ihrer prominenten Gäste ist Ihnen bis heute besonders in Erinnerung geblieben?

Elisabeth Gürtler-Mauthner: Ein wichtiger und auch schrulliger Gast unseres Hauses war Leonard Bernstein, der als US-amerikanischer Komponist, Dirigent und Pianist Weltruhm erlangte. Bei seiner Anreise ins Sacher ließ er immer ein Klavier in seine Suite bringen. Im Sommer spielte er bei offenem Fenster und wetteiferte vom Hotel Sacher aus mit den gegenüber -ebenfalls bei offenem Fenster- in der Staatsoper probenden Sängern.

Er legte auch immer Wert darauf, dass ein bestimmtes Ölgemälde -Eduard Veith´s „Blond und Schwarz“- rechts vom Klavier an der Wand hing. Nachdem er schon einige Jahre Stammgast war meinte er, dass er das Gemälde kaufen wolle. Mein Mann erklärte ihm, dass kein Ölgemälde im Hotel Sacher käuflich wäre – ein Umstand, den er nicht akzeptierte und bei jedem seiner Besuche nachfragte, ob es nun endlich soweit wäre, dass er das Bild bezahlen könnt

Dieter J. Maier:

Der bekannte österreichische Dramaturg, Opernkenner und Opernkritiker Prof. Dr. Marcel Prawy wohnte bis zu seinem Tod 2003 sogar als Dauergast im Sacher, da man seiner Meinung nach nur eine Wohnung beziehen würde, wenn man sich einen Aufenthalt im Sacher auf Dauer nicht leisten könne…

Elisabeth Gürtler-Mauthner:

Marcel Prawy´s Leben spielte sich hauptsächlich in der Oper ab. Daher war es für ihn überaus wichtig, rasch zwischen seinem Wohnort und seinem geliebten Arbeitsplatz hin- und herwechseln zu können. Auch aus diesem Grund wohnte Prawy in seinen letzten zehn Lebensjahren in unmittelbarer Nähe der Staatsoper in unserem Hotel und wurde somit zum prominenten Langzeitmieter.

Bereits als Kind war er mit seiner geliebten Tante zahlreiche Male im Sacher, was zu einer sehr engen, fast familiären Bindung zu unserem Haus führte. Mit unserem Chauffeur, der von Marcel Prawy täglich in stundenlangen Gesprächen über sämtliche zu erwartende Besuche, zu erwartenden Nachrichten und alle zu erledigenden Notwendigkeiten präzise informiert wurde, verband ihn eine echte Freundschaft.

Dieter J. Maier:

Ich bedanke mich sehr für das Gespräch

Quelle, Text, sowie Foto von Elisabeth Gürtler-Mauthner:

Dieter J. Maier

Foto zum Vergrößern anklicken

Die übrigern Fotos: Hotel Sacher


 

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Bundeswehr – Sicherheitspolitik und Bürgerschutz

31. August 2015 Kommentare ausgeschaltet

Deutsche Soldaten in Kabul

Für Deutschlands Sicherheit (Quelle: Bundeswehr/Bienert)

Oberstes Ziel deutscher Sicherheitspolitik ist es, die Sicherheit und den Schutz seiner Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Dieses Ziel wird gemeinsam mit unseren Partnern verfolgt. Deutsche Sicherheitspolitik ist umfassend angelegt und berücksichtigt politische, ökonomische, ökologische, gesellschaftliche und kulturelle Bedingungen und Entwicklungen. Zwar kann Sicherheit nicht vorrangig militärisch gewährleistet werden, allerdings sind sowohl politische Bereitschaft und die Fähigkeit, Freiheit und Menschenrechte, Stabilität und Sicherheit notfalls auch mit militärischen Mitteln durchzusetzen oder wiederherzustellen, unverzichtbare Voraussetzungen für die Glaubwürdigkeit eines umfassenden Ansatzes von

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Umsetzung der Minsker Vereinbarungen

30. August 2015 Kommentare ausgeschaltet

Wappen
Bundeskanzlerin Merkel und der französische Präsident Hollande telefonieren mit dem russischen
Präsidenten Putin

Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, teilt mit:

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident François Hollande haben heute gemeinsam mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über den Stand der Umsetzung der Minsker Vereinbarungen und die Lage in der Ostukraine telefoniert.

Einigkeit bestand, dass die Minsker Vereinbarungen die Grundlage für eine Verbesserung der Lage in der Region Donbass blieben.

Die Staats- und Regierungschefs erklärten ihre Unterstützung für die erneuten intensiven Bemühungen der trilateralen Kontaktgruppe um einen wirksamen Waffenstillstand. Ein Waffenstillstand müsse durch den verifizierten Abzug schwerer Waffen, auch unterhalb eines Kalibers von 100 mm, begleitet werden.

Die Rolle der OSZE und der Respekt für Bewegungsfreiheit und Sicherheit der Sonderbeobachtermission bleibe dabei von höchster Bedeutung. Bedrohungen und Angriffe auf die Sonderbeobachter seien unakzeptabel. Außerdem wurde über den von den Minsker Vereinbarungen vorgesehenen politischen Prozess gesprochen. Hier stehe die Durchführung von lokalen Wahlen nach ukrainischem Recht unter Beachtung der OSZE-Standards und unter Beobachtung von ODIHR im Vordergrund. Hierüber müssten umgehend Gespräche in der politischen AG im Rahmen der trilateralen Kontaktgruppe unter Einbeziehung von ODIHR stattfinden. Hollande und Merkel unterstrichen, dass vereinbarungswidrige Separatwahlen in den Separatistengebieten eine Gefahr für den Minsker Prozess darstellen würden.

Die Gesprächspartner unterstrichen ihre Bereitschaft, im Rahmen des Normandie-Formats gemeinsam mit dem Präsidenten der Ukraine weiter auf die Umsetzung der Vereinbarungen von Minsk hinzuwirken.

 Bild: Wappen von Minsk
Minsk
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